Die Astronomie liefert immer neue Nachrichten. Hier finden Sie eine Auswahl an aktuellen Meldungen aus der Welt der Astronomie und Astrophysik.

Röntgenquellen

Das Weltraumobservatorium „XMM-Newton“, das 1999 von der ESA in das All geschossen wurde, hat seitdem eine Menge an Informationen für die Astronomie geliefert. Nun wurden insgesamt 72.000 interstellare Röntgenquellen ausfindig gemacht. Diese findet man bei energiereichen Prozessen, die vor allem bei der Sternentstehung ablaufen.

Marsgewässer

Forscher haben auf dem Mars das erste Mal Wasser entdeckt und das gleich in Form eines ganzen unterirdischen Gewässers. Rund eineinhalb Kilometer unter der Eisdecke des Südpols fand man einen zwanzig Kilometer langen See. Die Entdeckung ist deshalb bedeutsam, da flüssiges Wasser eine unabdingbare Grundvoraussetzung für die Entstehung von Leben, wie wir es von der Erde kennen, ist. Fest steht jedenfalls, dass es auf dem Mars einmal Flüsse, Seen und ganze Ozeane gegeben hat. Darauf deuten ausgetrocknete Flusstäler hin. Außerdem fand man Sedimente, die Ablagerungen ehemaliger Gewässer sein müssen.

Sterne haben mitunter die unangenehme Eigenart Planeten in ihrer unmittelbaren Umgebung zu schlucken. Dies geschah nun mit einem Planeten in Reichweite seines Muttersterns „RW Aur A“. Wahrscheinlich ist der Planet mit dem Stern auf Kollisionskurs geraten. „RW Aur A“ befindet sich in rund 450 Millionen Lichtjahren Entfernung von der Erde.

Mithilfe einer neuen Methode können seit Kurzem Exoplaneten noch schneller klassifiziert werden. Bislang beobachtete man den Transit extrasolarer Planeten um einen Stern. Dafür war die Beobachtung mehrerer Umläufe notwendig um genaue Berechnungen durchzuführen zu können. Nun hat jedoch ein Forschungsteam der Universität Genf ein neues Verfahren entwickelt, das wesentlich schneller geht. Durch die Analyse von Satellitendaten hat man jetzt den Durchmesser und die Distanz zur Erde ermittelt. Im Wissen, dass der erste Transit 53 Stunden dauerte, wurde errechnet, dass die Umlaufzeit dieses Objekts um seinen Stern etwa zehn Jahre beträgt.

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