Der Golfstrom ist eine Meeresströmung, die westlich des afrikanischen Kontinents ihren Ausgang nimmt, über den Golf von Mexiko führt und sich in der Folge mit dem Floridastrom und dem Bahamastrom vereinigt. Das warme Oberflächenwasser fließt bis nach Nordeuropa. Ohne diese „Wärmepumpe“ wäre es bei uns um fünf bis zehn Grad kälter.

Langsamer Strom

Neuesten Forschungen zufolge schwächt sich diese Strömung aber allmählich ab, wird zumindest langsamer. Grund dafür ist nachströmendes Wasser aus den grönländischen Gletschern. Dadurch sinkt das kalte Wasser langsamer in die Tiefe, während im Süden warmes Wasser nachströmt und sich der Golf-Strom näher zur Küste Nordamerikas verlagert.

Die Folgen

Verliert diese Wärmemaschine nun kontinuierlich an Kraft, so werden die Durchschnittstemperaturen in Nord- und Mitteleuropa drastisch fallen. Allerdings nicht so schnell und in dem Ausmaß, wie es uns Hollywood in seinen Filmen weismachen will. Aber dennoch: Durch die Verlagerung des Golfstroms verändert sich auch der Plankton-Gehalt der Meere. Diese bildet die Lebensgrundlage vieler Meeres-Organismen. Aufgrund der daraus resultierenden Luftdruckverhältnisse käme es in Nord- und Mitteleuropa zu verstärkten Hitzewellen im Sommer sowie zu schweren Stürmen. Die Abkühlung des Meeres hat erst verspätete Auswirkungen auf das Weltklima.

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